Indian Walk - Wandern mit allen Sinnen
Am 30. August gab es im Rahmen der TERRA UNA den ersten
Indian Walk - Wandern mit allen Sinnen ...
Nächster Indian Walk ... 13.Juni 2009!
| Leise und aufmerksam den Wald streifen und seine Bewohner wahrnehmen |
In einer kleinen Gruppe streifen wir durch den Wald - im Sinne des indianischen Survival - langsam, leise und mit einer aufmerksamen und achtsamen Haltung - eben Indian Walk.
Es geht um das Einsetzen aller Sinne, neue Entdeckungen und altes Wissen:
die grossen und kleinen Bewohner des Waldes, ihre Spuren und Laute,
die Ressourcen, die wir im Notfall finden könnten
und noch viele andere Möglichkeiten der erweiterten Wahrnehmung draussen in der Natur.
Thema: Arten des Gehen
Dauer: ca. 4 Stunden (ausser wir verirren uns :) ... )
Unkostenbeitrag: 12 Euro
Treffpunkt: 14:30 im Kremstal am Parkplatz zwischen den beiden Furten (Von Krems nach Senftenberg und weiter nach Untermeislung, dort nach Obermeislung abbiegen. Nach Obermeisling Richtung Hohenstein abbiegen und langsam durch den Ort Richtung Kraftwerk/Zwickl. Der Schranken bei der ersten Furt wird offen sein, danach gibt es links eine Parkmöglichkeit).
Anmeldung erforderlich: terrauna@telering.at
Erforderlich sind: gute Schuhe, outdoortaugliche
Kleidung, offene und friedliche innere
Einstellung. Verpflegung muss selbst mitgebracht (oder gefunden!)
werden.
Im Anschluss an diesen Indian Walk gibt es für einige Wenige (max.4) die Möglichkeit erste Erfahrungen mit dem draussen übernachten zu machen und etwas über die Möglichkeiten, die ein Tarp bieten kann zu lernen.
Mitzubringen sind: Schlafsack mit ausreichender Komforttemperatur, Unterlage, falls vorhanden einige Zeltheringe. Verpflegung für Abend und Früh.
Verschiedene Tarps kann ich zur Verfügung stellen.
Anmeldung bitte direkt an mich: sabine.schroll (at) aon.at weil es sich um eine vom Indian Walk/Terra Una unabhängige Veranstaltung handelt.
Unkostenbeitrag: freiwillige Spende.
Indian Walk am 16. Mai: Wildes Essen
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Im Mai waren wir wieder unterwegs - diesmal auf der Suche nach Möglichkeiten sich in der Natur Nahrung zu finden.
Unser Startpunkt war die Hammerschmiede im Stiefernbachtal, wo auch unsere Survival-Kurse im Rahmen der Terra Una stattfinden.
Schon auf den ersten Metern entdecken wir alle möglichen Pflanzen, die nützlich und geniessbar sind. Das Frühjahr ist eine gute Jahrezeit, um sich von frischen Blättern zu ernähren - im Laufe des Sommers werden die meisten Blätter hart, zäh und oft bitter.
Am Anfang ist es sinnvoll, sich auf ein paar wenige, leicht erkennbare Pflanzen zu beschränken und seinen Erfahrungshorizont langsam zu erweitern. Es gibt doch einige giftige Pflanzen, die wenn schon alle nicht tödlich wirken, doch sehr unangenehme Symptome verursachen können.
Beim Anstieg in den Wald entdecken wir auch eine grosse Äskulapnatter, die sich in einer Astgabel zusammengerollt hat. Theoretisch könnte man sie als tierische Notnahrung betrachten - aber das gilt wirklich nur für den allerernsteten Notfall, denn alle Reptilien sind in Österreich zun recht strengstens geschützt!
Auf dem Weg finden wir dann doch tatsächlich eine Riesenerdbeere ...
Neben vielem Kosten und Probieren nehmen wir natürlich noch einiges an Kräutern mit - Minze, Erdbeer-, Himbeer- und Brombeerblätter, Salbei etc. Damit bereiten wir uns dann auf dem Gelände der Hammerschmiede am offenen Feuer einen leckeren Tee. Und nachdem so ein paar Blätter nicht so richtig satt machen lädt uns die Hausherrin Herma noch auf eine kräftige Jause mit selbstgemachtem Brot und Speck und zum Hopfenblütentee ein.
Herzlichen Dank für die leckeren Sachen!
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Indianwalk am 18. April 2009
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Mitte April waren wir auf dem ersten Indian Walk des Jahres!
Das Thema war Wege und Orientierung ... und wir haben einiges an verschiedenen Wegen ausprobiert. Am Anfang stand gleich die weglose Etappe in direkter Linie auf den Toten Berg (454m). Quer durch den hellen Eichen-Buchen-Mischwald, der schon im vollen Hellgrün leuchtet.
Ein bisschen anstrengend war es, aber die zunehmend weiteren Ausblicke auf das Donautal und schliesslich auch bis nach Göttweig waren es wert.
Unterwegs haben wir einiges an Spuren gesehen - haben Wildwechsel verfolgt, Plätzstellen von Rehböcken gefunden und sogar eine "Kleiberschmiede".
Auf dem ersten Gipfel am Toten Berg haben wir eine kurze Rast gemacht und die Eindrücke wirken lassen.
Die zweite Etappe war gemütlich und im Gegensatz zum weglosen Aufstieg auf einem markierten Wanderweg Richtung Pemexel (504m). Auch dort haben wir wieder eine längere Pause gemacht, die Möglichkeiten der Orientierung ohne Kompass ausprobiert - mit der Sonne war es schon ein bisschen mager. Nachdem wir mit natürlichen Techniken herausgefunden haben wie lange die Sonne noch in etwa scheinen wird und wir mit Tageslicht rechnen können, sind wir wieder weitergewandert.
Schliesslich sind wir auf einer "Waldautobahn" genannten Forststrasse angekommen und da waren schon erste Unsicherheiten in der Orientierung - in welche Richtung soll es weitergehen? Ohne regelmässige Standortbestimmung und ständige Orientierungsübungen kann in solchen Situationen schnell einmal etwas Panik aufkommen. Zusammen mit Müdigkeit, Hunger und Durst sind das die besten Zutaten für unsinnige und irrationale Entscheidungen. Also: Bei Unsicherheit ob man sich verirrt hat: STOP.
Wir haben uns schliesslich für die richtige Richtung entschieden und nach einem kurzen weglosen Abstieg haben wir einen alten kaum mehr benützten Pfad gefunden, der uns wieder zum Parkplatz zurückführte.
Zweiter Indian Walk zum Heimlichen Gericht
| Ausblick vom Heimlichen Gericht |
Am 25. Oktober haben wir uns zum zweiten Indian Walk - noch einmal im Kremstal, aber diesmal weiter flussabwärts getroffen.
Unser Thema für den Indian Walk war die Wahrnehmung - nicht immer nur die Augen sondern auch die anderen Sinne aktiv einsetzen! Langsam und aufmerksam für alle Sinneswahrnehmungen sind wir durch das Natura2000 - Schutzgebiet bis zum Heimlichen Gericht gewandert. Der Bergrücken ist ein schönes Kontrastprogramm - auf der einen Seite noch das warme Klima der Wachau und auf der anderen Seite das rauhere Waldviertel.
Der Ausblick vom Heimlichen Gericht war trotz des beständigen Hochnebels einzigartig schön und reizvoll.
Nach einer kurzen Pause und Wahrnehmungsübungen ging es wieder Richtung Parkplatz, wo wir schon in tiefer Dämmerung zufrieden müde ankamen.
Danke an alle Teilnehmer - es war toll und voller neuer Erlebnisse und Erfahrungen!
Erster Indian Walk im Kremstal
| Wotansfelsen |
Das Thema unseres ersten Indian Walk war "Spuren finden" - und wir haben viele gefunden: Fege- und Plätzstellen von Rehböcken, Federn, Losung und natürlich Spuren im Sand und im Waldboden.
Beim achtsamen Wandern haben wir unter anderem noch eine Äskulapnatter, ein Siebenschläferbaby und eine Gelbbauchunke entdeckt.
Das Wetter war so schön und warm, dass wir zum Teil sogar barfuss im Kremsfluss wandern konnten.
Nach der Wanderung gab es noch ein gemütliches Beisammensein und Grillen am Lagerfeuer und wir haben versucht, die gefundenen Vogelfedern zu bestimmen.



























